Dr. Toepper Martin

Rechtsanwälte und Notare


Sabine Martin

Rechtsanwältin und Notarin
Tätigkeitsschwerpunkt private Berufsunfähigkeitsversicherung


Statistisch gesehen wird jeder Vierte vor Erreichen der regulären Altersrente berufs- oder gar erwerbsunfähig. Als wäre dieses Schicksal nicht schon belastend genug - viele stehen dabei physisch, psychisch wie auch finanziell am Abgrund - hilft oft die gerade für diese Situation abgeschlossene private Berufsunfähigkeitsversicherung nicht weiter. Die Betroffenen müssen oft Monate oder gar Jahre kämpfen, bis die vereinbarte Rente gezahlt wird.

Das Recht der privaten Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Der staatliche Rückzug aus der gesetzlichen Vorsorge bedingt, sich gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit (zusätzlich) privat absichern zu müssen.

Im Fall einer tatsächlich eintretenden Berufsunfähigkeit (sog. Leistungsfall), prüfen die Versicherer dann sehr genau, ob sie zur Zahlung verpflichtet sind. Bereits das Ausfüllen des Leistungsantrags birgt eine Reihe von Fehlerquellen, die in der Folgezeit erhebliche Bedeutung gewinnen können. Nicht selten ist der Anspruchsteller verunsichert; immerhin geht es in der Regel um die zukünftige Absicherung seiner wirtschaftlichen Existenz. Auf ihn warten in dem Leistungsantrag eine Reihe von Stolpersteinen und Klippen, die er als Laie nicht erkennen kann.

Dabei geht es stets um die Frage, ob der antragstellende Versicherungsnehmer berufsunfähig im Sinne der Versicherungsbedingungen ist, d.h. ob er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit nachzugehen. Die versicherten Leistungen sind aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zu gewähren, sobald die Fähigkeit zur Berufsausübung auf 50% gemindert ist. Anzugeben ist also, welchen konkreten Beruf in seiner konkreten Ausgestaltung der Versicherungsnehmer und Anspruchsteller zuletzt an gesunden Tage ausgeübt hat. Dazu muß der Anspruchsteller einen genauen Einblick in den Tagesablauf geben und eine sogenannte Tätigkeitsbeschreibung vorlegen. Die Erstellung des Tätigkeitsprofils birgt bei einer Vielzahl von beruflichen Tätigkeiten erhebliche Schwierigkeiten. Ihm kommt jedoch eine zentrale Bedeutung zu, denn das Profil ist die Grundlage für die medizinische Beurteilung der Berufsunfähigkeit, da der Mediziner seinen Befund in einen zeitlichen und tatsächlichen Rahmen zu der zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu setzen hat.

Wird eine Berufsunfähigkeit dem Grunde nach anerkannt, so kann der Versicherer, je nach vertraglicher Vereinbarung, den Antragsteller auf einen anderen Beruf verweisen.

Bei Selbständigen geht es hierbei auch um die Möglichkeit der Umorganisation ihres Betriebes.

Bei der Antragsprüfung bilden insbesondere angebliche, sogenannte vorvertragliche Anzeigepflichtverletzungen des Versicherten (z.B. die fehlerhafte Beantwortung der Gesundheitsfragen) den Schwerpunkt der Auseinandersetzung. Die richtige Beantwortung der im Antrag gestellten Gesundheitsfragen ist von enormer Bedeutung. Wird hier nicht die größte Sorgfalt aufgewandt, verliert man unter Umständen seinen Versicherungsschutz, obgleich man jahrelang erhebliche Prämien bezahlt hat.

Wird eine sogenannte Anzeigenpflichtverletzung (Obliegenheitsverletzung) dem Versicherungsnehmer vorgeworfen, tritt der Versicherer in der Regel vom Vertrag zurück oder erklärt die Anfechtung des Versicherungsvertrages wegen arglistiger Täuschung.

Spätestens mit der Mitteilung zur Leistungsablehnung ist es für den Versicherungsnehmer von besonderer Wichtigkeit, seine Ansprüche juristisch überprüfen zu lassen. Weder die Anfechtung des Versicherungsvertrages wegen arglistiger Täuschung noch der Rücktritt vom Versicherungsvertrag wie auch die Behauptung, der Anspruchsteller sei noch in der Lage, seinem zuletzt ausgeübten Beruf bedingungsgemäß nachzugehen, sollten von dem Versicherungsnehmer ungeprüft hingenommen werden.

Auch in dem sogenannten Nachprüfungsverfahren (d.h. bei der Frage, ob eine gesundheitliche Besserung eingetreten ist) ist anwaltlicher Beistand dringend anzuraten.

Frau Rechtsanwältin Sabine Martin arbeitet seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig auf dem Rechtsgebiet privater Berufsunfähigkeitsversicherungen. Sie kann insoweit auf eine langjährige forensische Erfahrung zurückgreifen.

Der Kanzleiphilosophie entsprechend ist erklärtes Ziel, für den Mandanten so schnell als möglich ein für ihn optimales Ergebnis zu erreichen. Dabei steht nicht von vorne herein die oftmals sehr zeitaufwendige Leistungsklage wegen Berufsunfähigkeit im Vordergrund, sondern am Anfang steht stets das Bemühen, ohne gerichtliche Hilfe im Wege einer gütlichen Einigung in wesentlich kürzerer Zeit die Ansprüche des Mandanten durchzusetzen. Wo diesem Bemühen kein Erfolg beschieden ist, erfolgt die gerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen aus der Berufunfähigkeitsversicherung sodann jedoch zügig und mit aller gebotenen Konsequenz.


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